Warum viele Menschen die Darmkrebsvorsorge aufschieben
Trotz verfügbarer Vorsorgeuntersuchungen nehmen viele anspruchsberechtigte Früherkennungsangebote für die Darmkrebsvorsorge nicht wahr – selbst dann, wenn einfache Testmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Gründe dafür sind selten medizinisch, sondern psychologisch. Viele Menschen fühlen sich gesund und sehen keinen unmittelbaren Anlass zu handeln, besonders in der Krebsvorsorge. Andere wiederum zögern aus Verunsicherung oder Angst vor einem möglichen positiven Ergebnis haben [1]. Vorsorge wird selten bewusst abgelehnt – sie wird vielmehr aufgeschoben. Gerade in der Darmkrebsfrüherkennung sind solche Einstellungen besonders kritisch, denn Darmkrebs entwickelt sich in der Regel sehr langsam, d.h. auch, dass früh erkannt in den meisten Fällen verhindert oder geheilt werden kann.
Wie das Darmmodell Hemmschwellen abbaut
Als eine der führenden gemeinnützigen Organisationen im Bereich der Darmkrebsvorsorge in Deutschland engagiert sich die Felix Burda Stiftung seit über zwei Jahrzehnten dafür, genau diese Hürde in der Bevölkerung zu überwinden. Mit mehrfach ausgezeichneten Aufklärungskampagnen wie #TierischGuteWahl, die unter anderem mit Gold bei den Healthcare Advertising Awards in Atlanta ausgezeichnet wurde, sowie innovativen Initiativen wie dem begehbaren Darmmodell hat die Stiftung neue Wege geschaffen, um Menschen für das Thema Darmkrebsvorsorge zu sensibilisieren.
Das Darmmodell, ein begehbares Modell des menschlichen Darms, ermöglicht es Besuchern, die Entstehung von Darmkrebs anschaulich nachzuvollziehen und zu verstehen, was im Darm vorgeht, wie ein Polyp entsteht und warum eine Früherkennung möglich ist. Das Modell klärt Missverständnisse auf und schafft einen persönlichen Bezug zum eigenen Darm.
Aufklärung bringt Menschen ins Handeln
Eine Initiative von Preventis im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung zeigt exemplarisch, wie Aufklärung und niedrigschwellige Testangebote zusammen Wirken, um Vorsorge in konkrete Handlung zu überführen. Über zwei Tage hinweg wurde das Darmmodell der Felix Burda Stiftung in Darmstadt aufgebaut und bot Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich interaktiv mit dem Darm auseinanderzusetzen. Das Modell half Besuchern ihr persönliches Risiko für Darmkrebs besser zu verstehen und die Bedeutung der Vorsorge einzuordnen. Preventis stellte Mitarbeitenden die entsprechenden Stuhltests zur Darmkrebsfrüherkennung bereit, sodass Interessierte unmittelbar nach der Aufklärung selbst aktiv werden konnten.
Was ein positiver iFOBT Test wirklich bedeutet
Nur etwa 3 % der Personen mit einem positiven iFOBT Test-Ergebnis erhalten die Diagnose Darmkrebs. Das heißt: Ein positiver iFOBT bedeutet meist nicht Krebs – sondern, das genauer abgeklärt werden sollte woher das vorgefundene Blut im Stuhl kommt.
Entscheidend ist eine zeitnahe Darmspiegelung (Koloskopie). Idealerweise sollte die Koloskopie innerhalb von 9 Monaten nach einem positiven iFOBT bzw. FIT Stuhltest erfolgen. Wenn die Untersuchung länger als 10 Monate hinausgezögert wird, steigt das Darmkrebsrisiko an [2].
Eine klare Kommunikation dieser Zahlen und dessen, was ein positives Ergebnis wirklich bedeutet, ist sehr wichtig – und klappt in der Praxis leider zu oft nicht. Das ist problematisch, denn wenn Menschen verstehen, was im Darm passiert, was ein positives Stuhltestergebnis bedeutet und dass Folgeuntersuchungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bieten, fühlen sie sich sicherer und sind eher bereit, eine Früherkennungsmaßnahme wahrzunehmen. Wie Stuhltest und Darmspiegelung in der Darmkrebsvorsorge zusammenhängen, liest du hier: Stuhltest und Darmspiegelung einfach erklärt.
Mehr Menschen zur Vorsorge bewegen
Aufklärung schafft Bewusstsein, reduziert Ängste und hilft Menschen, die Bedeutung der Vorsorge zu verstehen. Gleichzeitig ermöglichen niedrigschwellige Stuhltests, unmittelbar aktiv zu werden. Durch Initiativen wie diese werden schlussendlich mehr Menschen langfristig dazu bewegt, regemäßig an der Darmkrebsfrüherkennungsmaßnahme teilzunehmen.
Über Preventis
Preventis ist ein global agierendes, deutsches Diagnostikunternehmen mit wissenschaftlichen Wurzeln in der Labordiagnostik. Preventis‘ Stuhltests für die Darmkrebsvorsorge ermöglichen es Menschen, sich um Vorsorge diskret von zu Hause zu kümmern und reduzieren damit organisatorische und psychologische Hürden. Die Lösungen von Preventis eröffnen neue Chancen in Sachen Prävention und Beratung.