Vitamin D ist bekannt als das „Sonnenvitamin“ – doch reicht ein Sommer voller Sonnenschein wirklich, um optimal versorgt zu sein? Wir erklären, wie Vitamin D in der Haut entsteht, warum es so wichtig ist, welche Rolle die Ernährung spielt und wie Sie Ihren Wert schnell und unkompliziert von zu Hause messen können.
Vitamin D-Produktion in der Haut: Wie entsteht Vitamin D?
Unser Körper besitzt eine faszinierende Fähigkeit: Er kann Vitamin D selbst herstellen. In der Haut liegt eine Vorstufe – das Provitamin D3 – vor. Trifft UVB-Strahlung der Sonne auf unbedeckte Haut, wird diese Vorstufe in Prävitamin D3 umgewandelt. Durch Wärme entsteht daraus Vitamin D3, das anschließend in Leber und Niere in seine aktive Form umgewandelt wird – erst dann kann es wirken [1, 2].
Die körpereigene Vitamin-D-Produktion ist besonders effektiv in den Mittagsstunden. Studien zeigen, dass die UVB-Strahlung zwischen 10 und 15 Uhr am stärksten ist. Zur Mittagszeit (ca. 12–13 Uhr) reichen oft schon 10–15 Minuten Sonne aus, um die Vitamin-D-Synthese in Gang zu setzen [4]. Entscheidend ist auch, wie viel Haut der Sonne ausgesetzt wird: Wer zusätzlich Arme, Beine oder den Rücken unbedeckt lässt, erreicht deutlich schneller optimale Werte als Personen, die nur Gesicht und Hände sonnen [15].
Vitamin D Wirkung: Wofür ist es im Körper wichtig?
Vitamin D ist an vielen Prozessen beteiligt:
- Knochen: Unterstützt die Calciumaufnahme und stärkt die Knochenstruktur [5].
- Muskeln: Erhält Muskelkraft und Koordination [6,14].
- Immunsystem: Reguliert Abwehrreaktionen und wirkt entzündungshemmend [7].
- Psyche: Kann depressive Verstimmungen positiv beeinflussen [8].
- Herz-Kreislauf: Spielt eine Rolle bei Blutdruck- und Gefäßregulation [9].
Ein Vitamin-D-Mangel kann langfristig zu Osteoporose, Muskelschwäche oder einer erhöhten Infektanfälligkeit führen [5, 7].
Vitamin D im Sommer: Reicht die Sonne in Deutschland?
Ja – die Sommermonate bieten ideale Bedingungen, um den Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Kurze, regelmäßige Aufenthalte zur Mittagszeit mit ausreichend unbedeckter Haut sind dabei die effektivste Methode, um im Sommer Vitamin D zu bilden – ohne lange Sonnenbäder und ohne erhöhtes Risiko für Hautschäden [3, 4].
Die richtige Balance ist entscheidend: Schon kurze Sonnenmomente ohne Schutz genügen, um Vitamin D zu bilden. Längere Aufenthalte steigern den Spiegel nicht, erhöhen aber das Hautkrebsrisiko [1]. Eine Vitamin-D-Überversorgung durch Sonne ist ausgeschlossen – der Körper stoppt die Produktion rechtzeitig [11]. Wer seinen Vitamin-D-Status auf natürlichem Weg verbessern möchte, kann in Absprache mit Ärzt:innen kurze Phasen ohne Sonnenschutz einplanen.
Vitamin D Tagesbedarf: Wie viel braucht der Körper wirklich?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 20 Mikrogramm Vitamin D (800 IE), wenn keine körpereigene Bildung durch Sonneneinstrahlung erfolgt [12]. Dieser Wert gilt insbesondere für die Wintermonate in Deutschland, wenn die UVB-Strahlung nicht ausreicht.
Eine gezielte Supplementierung sollte jedoch nur nach einer Messung des individuellen Vitamin-D-Spiegels erfolgen, da eine dauerhafte Überdosierung gesundheitliche Risiken wie Nierenprobleme oder eine Calciumüberladung mit sich bringen kann [13].
Vitamin D Lebensmittel: Was sind echte Vitamin-D-Bomben?
Ernährung allein reicht meist nicht aus, um den Vitamin-D-Tagesbedarf von 20 µg (800 IE) zu decken. Dennoch gibt es einige Lebensmittel, die vergleichsweise viel Vitamin D enthalten und deshalb als „Vitamin-D-Bomben“ gelten:

Um die empfohlenen 800 IE allein über Lebensmittel zu erreichen, wären jedoch unrealistische Mengen nötig – etwa 80 Eier oder 2,4 kg Champignons täglich [12, 13]. Deshalb ist die Sonne die wichtigste Quelle.
Ob Ihr Körper damit wirklich genug versorgt ist, zeigt nur ein Vitamin D Test.
Fazit
Der Sommer bietet ideale Bedingungen, um Vitamin D zu bilden – entscheidend sind kurze, regelmäßige Sonnenmomente ohne Sonnenschutz, kombiniert mit einer ausgewogenen Ernährung. Im Winter hingegen reicht das Sonnenlicht in Deutschland nicht aus – hier kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein.
Regelmäßige Tests helfen außerdem, Unter- oder Überversorgung rechtzeitig zu erkennen und Ihre Versorgung optimal im Blick zu behalten.
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