Kann die Zeit draußen im Sommer genug Vitamin D liefern?

Autor: Dragana Prosic, M.A.

Erstellt am: 26. M08 2025

Frau genießt die Sonne im Freien, Sonnenstrahlen im Gesicht – Vitamin-D-Produktion durch Sonnenlicht.

Vitamin D ist bekannt als das „Sonnenvitamin“ – doch reicht ein Sommer voller Sonnenschein wirklich, um optimal versorgt zu sein? Wir erklären, wie Vitamin D in der Haut entsteht, warum es so wichtig ist, welche Rolle die Ernährung spielt und wie Sie Ihren Wert schnell und unkompliziert von zu Hause messen können.

Vitamin D-Produktion in der Haut: Wie entsteht Vitamin D?

Unser Körper besitzt eine faszinierende Fähigkeit: Er kann Vitamin D selbst herstellen. In der Haut liegt eine Vorstufe – das Provitamin D3 – vor. Trifft UVB-Strahlung der Sonne auf unbedeckte Haut, wird diese Vorstufe in Prävitamin D3 umgewandelt. Durch Wärme entsteht daraus Vitamin D3, das anschließend in Leber und Niere in seine aktive Form umgewandelt wird – erst dann kann es wirken [1, 2].

Die körpereigene Vitamin-D-Produktion ist besonders effektiv in den Mittagsstunden. Studien zeigen, dass die UVB-Strahlung zwischen 10 und 15 Uhr am stärksten ist. Zur Mittagszeit (ca. 12–13 Uhr) reichen oft schon 10–15 Minuten Sonne aus, um die Vitamin-D-Synthese in Gang zu setzen [4]. Entscheidend ist auch, wie viel Haut der Sonne ausgesetzt wird: Wer zusätzlich Arme, Beine oder den Rücken unbedeckt lässt, erreicht deutlich schneller optimale Werte als Personen, die nur Gesicht und Hände sonnen [15].


Vitamin D Wirkung: Wofür ist es im Körper wichtig?

Vitamin D ist an vielen Prozessen beteiligt:

  • Knochen: Unterstützt die Calciumaufnahme und stärkt die Knochenstruktur [5].
  • Muskeln: Erhält Muskelkraft und Koordination [6,14].
  • Immunsystem: Reguliert Abwehrreaktionen und wirkt entzündungshemmend [7].
  • Psyche: Kann depressive Verstimmungen positiv beeinflussen [8].
  • Herz-Kreislauf: Spielt eine Rolle bei Blutdruck- und Gefäßregulation [9].

Ein Vitamin-D-Mangel kann langfristig zu Osteoporose, Muskelschwäche oder einer erhöhten Infektanfälligkeit führen [5, 7].


Vitamin D im Sommer: Reicht die Sonne in Deutschland?

Ja – die Sommermonate bieten ideale Bedingungen, um den Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Kurze, regelmäßige Aufenthalte zur Mittagszeit mit ausreichend unbedeckter Haut sind dabei die effektivste Methode, um im Sommer Vitamin D zu bilden – ohne lange Sonnenbäder und ohne erhöhtes Risiko für Hautschäden [3, 4].

Die richtige Balance ist entscheidend: Schon kurze Sonnenmomente ohne Schutz genügen, um Vitamin D zu bilden. Längere Aufenthalte steigern den Spiegel nicht, erhöhen aber das Hautkrebsrisiko [1]. Eine Vitamin-D-Überversorgung durch Sonne ist ausgeschlossen – der Körper stoppt die Produktion rechtzeitig [11]. Wer seinen Vitamin-D-Status auf natürlichem Weg verbessern möchte, kann in Absprache mit Ärzt:innen kurze Phasen ohne Sonnenschutz einplanen.


Vitamin D Tagesbedarf: Wie viel braucht der Körper wirklich?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 20 Mikrogramm Vitamin D (800 IE), wenn keine körpereigene Bildung durch Sonneneinstrahlung erfolgt [12]. Dieser Wert gilt insbesondere für die Wintermonate in Deutschland, wenn die UVB-Strahlung nicht ausreicht.

Eine gezielte Supplementierung sollte jedoch nur nach einer Messung des individuellen Vitamin-D-Spiegels erfolgen, da eine dauerhafte Überdosierung gesundheitliche Risiken wie Nierenprobleme oder eine Calciumüberladung mit sich bringen kann [13].


Vitamin D Lebensmittel: Was sind echte Vitamin-D-Bomben?

Ernährung allein reicht meist nicht aus, um den Vitamin-D-Tagesbedarf von 20 µg (800 IE) zu decken. Dennoch gibt es einige Lebensmittel, die vergleichsweise viel Vitamin D enthalten und deshalb als „Vitamin-D-Bomben“ gelten:

Tabelle mit Vitamin-D-Gehalt verschiedener Lebensmittel pro 100 g: Lebertran (250–300 µg, Spitzenreiter), Hering (7–25 µg, je nach Zubereitung), Lachs (8–20 µg, höhere Werte bei Wildlachs), Makrele (4–12 µg), Eier/Eigelb (2–3 µg, variabel je nach Fütterung), Butter/Käse (<1 µg, geringe Mengen).

Um die empfohlenen 800 IE allein über Lebensmittel zu erreichen, wären jedoch unrealistische Mengen nötig – etwa 80 Eier oder 2,4 kg Champignons täglich [12, 13]. Deshalb ist die Sonne die wichtigste Quelle.

Ob Ihr Körper damit wirklich genug versorgt ist, zeigt nur ein Vitamin D Test.


Fazit

Der Sommer bietet ideale Bedingungen, um Vitamin D zu bilden – entscheidend sind kurze, regelmäßige Sonnenmomente ohne Sonnenschutz, kombiniert mit einer ausgewogenen Ernährung. Im Winter hingegen reicht das Sonnenlicht in Deutschland nicht aus – hier kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein.

Regelmäßige Tests helfen außerdem, Unter- oder Überversorgung rechtzeitig zu erkennen und Ihre Versorgung optimal im Blick zu behalten.


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[1] Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Bildung des körpereigenen Vitamin D.
Online verfügbar unter: bfs.de (aufgerufen am 24.08.2025).

[2] Holick, M. F. (2007): Vitamin D Deficiency. N Engl J Med. 357(3):266–281.

[3] Holick, M. F. (2004): Sunlight and vitamin D for bone health and prevention of autoimmune diseases, cancers, and cardiovascular disease. Am J Clin Nutr. 61:638–645.

[4] Rhodes, L. E., Webb, A. R., Fraser, H. I., et al. (2010): Recommended Summer Sunlight Exposure LevelsCan Produce Sufficient (X20 ng ml1) but Not theProposed Optimal (X32 ng ml1) 25(OH)D Levelsat UK Latitudes. Br J Dermatol. 163:549–556.

[5] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Vitamin D - Augewählte Fragen und Antworten. 2012
Online verfügbar unter: dge.de (aufgerufen am 27.08.2025)

[6] Frontiers in Nutrition (2024): Vitamin D and skeletal muscle health: mechanisms, supplementation, and clinical implications.
Online verfügbar unter: Frontiers in Nutrition (aufgerufen am 24.08.2025).

[7] Aranow, C. (2011): Vitamin D and the immune system. J Investig Med. 59(6):881–886.

[8] Spedding, S. (2014): Vitamin D and Depression: A Systematic Review and Meta-Analysis. Nutrients. 6(4):1501–1518.

[9] Kheiri, B., et al. (2018): Vitamin D deficiency and cardiovascular risk. Clin Hypertens. 24:9.

[10] International Agency for Research on Cancer (IARC): Solar and UV radiation. IARC Monographs.

[11] Clinic Barcelona (2021): How does sunscreen affect vitamin D production?
Online verfügbar unter: clinicbarcelona.org (aufgerufen am 24.08.2025).

[12] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) (2021): Referenzwerte für Vitamin D.
Online verfügbar unter: dge.de (aufgerufen am 24.08.2025).

[13] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2019): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D.
Online verfügbar unter: bfr.bund.de (aufgerufen am 24.08.2025).

[14] American Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (2014): Vitamin D and muscle function: a review of evidence.
Online verfügbar unter: J Clin Endocrinol Metab (aufgerufen am 24.08.2025).

[15] Bogh, M. K. B., et al. (2015): Vitamin D production after UVB exposure depends on baseline vitamin D and total cholesterol but not on skin pigmentation. Photodermatol Photoimmunol Photomed. 31(3):137–145.

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